Ein Befehl, drei Autoren: Wie ChatGPT, Gemini und Grok dieselbe Geschichte völlig unterschiedlich erzählen

Kann Künstliche Intelligenz wirklich kreativ sein oder reproduziert sie nur Daten, die sie gelernt hat? Diese Frage stellen wir uns, seit die ersten KI-generierten Texte aufgetaucht sind. Um der Sache auf den Grund zu gehen, habe ich ein kleines Experiment gewagt: Ich habe drei der führenden Sprachmodelle – ChatGPT, Gemini und Grok – mit exakt demselben kreativen Schreibbefehl gefüttert. Die Ergebnisse waren nicht nur unterschiedlich, sondern auch überraschend aufschlussreich über die verborgene „Persönlichkeit“ und den einzigartigen stilistischen Fingerabdruck jeder einzelnen KI.

1. Der Ton macht die Musik: Von sachlich-filmisch bis atmosphärisch-dramatisch

Der erste und auffälligste Unterschied offenbarte sich sofort im Ton und in der Atmosphäre. Obwohl die Kerninformationen identisch waren, war die emotionale Wirkung der Texte grundverschieden. Was mich hier besonders faszinierte, war, wie jede KI eine klare stilistische Entscheidung traf.

ChatGPT: Der sachliche Regisseur Der von ChatGPT generierte Text liest sich klar, direkt und fast wie eine filmische Regieanweisung. Die Szene wird präzise und ohne überflüssige Ausschmückungen aufgebaut, der Fokus liegt auf der sachlichen Beschreibung der Ereignisse. Dieser Stil wird in der Beschreibung des leeren Schulhofs perfekt eingefangen:

Der Hof, eben noch belebt, leert sich mit einem Mal, als hätten die Geräusche nie existiert.

Gemini: Der atmosphärische Erzähler Gemini hingegen inszeniert die Szene. Das Modell setzt die Sprache gezielt ein, um eine tiefere, emotionalere Stimmung zu erzeugen und die innere Anspannung der Charaktere zu spiegeln. Ein perfektes Beispiel hierfür ist die Beschreibung der vibrierenden Smartwatch, die von einer simplen Benachrichtigung zu einem unheilvollen Omen wird:

Es ist kein gewöhnlicher Benachrichtigungston, kein Anruf und keine Terminerinnerung. Es ist ein rhythmisches Pochen gegen die Pulsader, ein codierter Befehl, der keine Fragen duldet.

Was mich aber am meisten überraschte, war, wie Gemini seinen Text beendete: mit einer direkten Frage an mich als Nutzer. „Möchtest du, dass ich im nächsten Schritt beschreibe, wie die Fahrt zur Zone verläuft…?“ Diese Meta-Ebene ist entscheidend. Gemini positioniert sich nicht als abgeschlossener Autor, sondern als kollaborativer Partner im Schreibprozess.

Grok: Der poetische Beobachter Groks Stil lässt sich als beschreibend und durchweg poetisch charakterisieren. Das Modell nutzt vielfältige sensorische Details, um eine reichere und lebendigere Szenerie zu malen. Es beschreibt nicht nur den Klang der schließenden Schultüren als „leises, hydraulisches Seufzen“, sondern malt ein vollständiges Bild mit Licht und Farbe: Der Pausenhof wird in ein „goldenes Licht“ getaucht, das weiß-braune Fell des Hundes „glänzt in der Morgensonne“ und ein Lächeln bringt Lisas „grüne Augen zum Leuchten“.

Dieser grundlegende Tonfall bestimmt nicht nur die Atmosphäre, sondern beeinflusst auch direkt, wie die KIs aus minimalen Vorgaben Charaktere formen – wie die faszinierende Darstellung des Hundes Idefix zeigt.

2. Charakter aus dem Nichts: Wie die KIs Bewusstsein modellieren

Der ursprüngliche Befehl gab kaum Details zu den Charakteren vor. Besonders aufschlussreich ist daher, wie die KIs die Figur des Hundes Idefix mit Leben füllten. Alle drei griffen die Geste des Hundes auf, der seinen Kopf schief legt, doch sie interpretierten sie auf fundamental unterschiedliche Weise. Diese Unterschiede enthüllen, welche Art von „Bewusstsein“ jedes Modell simuliert.

ChatGPT wählt einen kognitiven, fast logischen Ansatz. Der Hund versucht, „etwas zu verstehen, das sich seiner Logik entzieht“. Hier wird der Hund als ein Wesen dargestellt, das die Welt durch ein Raster von Ursache und Wirkung zu begreifen versucht. Gemini hingegen interpretiert die Geste sozial und instinktiv. Der Hund sucht nach einer Erklärung, „warum das Rudel sich auflösen muss“. Seine Welt wird von sozialen Bindungen und dem Zusammenhalt der Gruppe bestimmt.

Grok verleiht der Geste eine fast philosophische Dimension und hebt die Analyse auf eine existenzielle Ebene. Hier wird die Handlung zu einer Frage des Hundes an die Welt, „warum sie ohne ihn weitergeht“. Dieser kleine, aber feine Unterschied ist der Grund, warum die Analyse so spannend ist: Wir sehen nicht nur drei verschiedene Beschreibungen, sondern drei verschiedene Modelle von Bewusstsein – logisch, sozial und existenziell.

3. Die Kunst des World-Buildings: Wie man eine Zukunftsvision integriert

Ein Teil des Befehls war die Information, dass die Geschichte im Jahr 2036 in einer weitgehend elektrifizierten Welt spielt. Auch hier zeigten sich unterschiedliche Strategien, diese Information in die Erzählung einzubetten und die Welt lebendig zu machen.

ChatGPT präsentiert die Fakten über die elektrische Mobilität eher wie eine nüchterne Exposition, die den Leser direkt informiert:

Neufahrzeuge fahren ausnahmslos elektrisch, lautlos gleiten sie durch die Straßen. Alte Autos mit Verbrennungsmotoren existieren noch, sind erlaubt, geduldet – doch sie wirken wie Relikte aus einer anderen Zeit.

Dieser Ansatz informiert. Gemini und Grok hingegen immergieren den Leser in diese Welt, indem sie die gesellschaftliche Haltung dazu betonen. Besonders eindrücklich formuliert es Gemini, das die Abneigung gegen alte Technologien personalisiert und sie dadurch emotional greifbar macht:

obwohl die alten Verbrenner noch geduldet werden, haften ihnen die Blicke der Passanten an wie Schmutz.

Dieser Ansatz lässt die Welt glaubwürdiger erscheinen, da er nicht nur Fakten präsentiert, sondern die soziale Reaktion darauf zeigt. Die Welt wird nicht erklärt, sondern gefühlt.

Fazit: Mehr als nur ein Echo

Obwohl alle drei KIs auf denselben riesigen Datenmengen trainiert wurden und denselben Befehl erhielten, entwickeln sie erkennbar unterschiedliche stilistische „Fingerabdrücke“. ChatGPT agiert als präziser Regisseur, Gemini als emotionaler Dramatiker und Grok als poetischer Beobachter.

Das Experiment zeigt eindrücklich: Es geht nicht mehr nur darum, ob eine KI schreiben kann, sondern wie sie schreibt. Für Kreative bedeutet das, dass die Wahl des Modells bald eine ebenso wichtige stilistische Entscheidung sein könnte wie die Wahl der Erzählperspektive. Wir wählen nicht mehr nur ein Werkzeug, sondern einen kreativen Partner mit einer eigenen, erkennbaren Stimme.

Wenn KIs heute schon so unterschiedliche kreative Stimmen haben, werden wir in Zukunft einen Lieblings-KI-Autor haben, genau wie wir es bei menschlichen Schriftstellern tun?


Der original Prompt

(Sei ein Schriftsteller, der schon mehrere Romane geschriebenen hat

Formuliere bitte den kompletten Text, lasse nix aus, in Präsenz detalliert für ein Roman um. Siehe vorherige Texte.

Denke bitte lange nach, da ich gerne eine detaillierten Text haben möchte.

Verzichte bitte auf das nächste Kapitel vorzugreifen, da ich den Roman Schritt für Schritt erweitere. Schreibe bitte eine Überschrift)

Noch ist das Elternschlafzimmer um sechs Uhr morgens eher sehr dunkel, das liegt nicht nur daran, dass die Lamellen des herunter gelassenen Jalousien Rollos das Licht eh spärlich durch lassen und Muster auf das Bett und die Wände werfen, sondern auch daran, dass das Zimmer von der Sonne abgewendet liegt.

An diesen einen Tag ist es ungewöhnlich ruhig, kein Miauen, kein bellen, selbst die Kinder scheinen noch zu schlafen. Das kein zwitschern der Vögel zu hören ist, liegt nicht daran, dass das Zwitschern etwa unangenehm wäre, sondern an einer gesetzlichen Verordnung, die dafür sorgt, dass es spezielle Fenster sind, eine Eigenschaft davon ist die Schallisolierung solange die Fenster geschlossen sind.Im großen Doppelbett liegen Lisa und Martino. Lisa liegt halb auf ihm, ihr Kopf liegt auf seinen Brustkorb, ihr oberes Bein liegt auf seinen ihr zugewandten Bein, ihr Fuß dagegen befindet sich zwischen seinen Beinen.

Noch schlafen beide friedlich, Shila die Siamkatze, eine springt vom Bett und nutzt die Hundeklappe um das Elternschlafzimmer zu verlassen, sie schlief die Nacht auf der Bettdecke von Lisa, da Martino auf dem Rücken liegt und dadurch seine Beine ausgestreckt sind, was unangenehm beim draufliegen wäre.

Der Wecker ist schlicht, keine besonderen Funktionen, er zeigt 6 Uhr und das Datum 30. Juni 2036. Der schwarze Kater Morle liegt mit dem Jack-Russel-Terier Idefix auf dem Sofa im offenen Wohn-Küchenbereich, Emma die junge rötlich-gelbe Katze schläft auf dem Sessel.Lisa’s Körper fängt langsam an, Lisa Schritt für Schritt wach werden zu lassen.

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Das Ergebnis von ChatGTP

Das Schweigen des Morgens

Noch liegt das Elternschlafzimmer um sechs Uhr morgens in tiefer Dunkelheit. Das wenige Licht, das der beginnende Tag bereits freigibt, dringt nur zögerlich durch die geschlossenen Lamellen der heruntergelassenen Jalousien. Schmale Streifen zeichnen sich auf Bettdecke, Wänden und Möbeln ab, unbeweglich, fast wie eingefrorene Schatten. Doch selbst dieses spärliche Licht reicht nicht aus, um den Raum wirklich zu erhellen, denn das Zimmer liegt zur sonnenabgewandten Seite des Hauses, fern vom ersten warmen Glanz des Tages.

Dieser Morgen unterscheidet sich von den meisten anderen. Er ist ungewöhnlich ruhig. Kein Miauen durchbricht die Stille, kein Bellen hallt aus einem anderen Raum. Selbst die Kinder, sonst oft schon früh in Bewegung, schlafen noch. Auch das Zwitschern der Vögel fehlt, nicht weil es verstummt wäre oder als störend empfunden würde, sondern weil die Fenster geschlossen sind. Es handelt sich um speziell verbaute Modelle, vorgeschrieben durch eine gesetzliche Verordnung, deren eine zentrale Eigenschaft eine besonders effektive Schallisolierung ist. Solange sie geschlossen bleiben, hält das Haus die Außenwelt nahezu vollständig fern.

Im großen Doppelbett liegen Lisa und Martino. Ihre Körper sind ineinander verschlungen, vertraut und selbstverständlich. Lisa liegt halb auf ihm, ihr Kopf ruht auf seinem Brustkorb, dort, wo sein Atem ruhig und gleichmäßig geht. Ihr oberes Bein liegt locker auf seinem zugewandten Bein, während ihr Fuß zwischen seinen Beinen Halt gefunden hat. Martino liegt auf dem Rücken, seine Beine ausgestreckt, sein Körper entspannt. Beide schlafen noch tief und friedlich, als hätte die Nacht beschlossen, sie ein wenig länger festzuhalten.

Leise, beinahe lautlos, springt Shila, die Siamkatze, vom Bett. Sie hat die Nacht auf Lisas Bettdecke verbracht, zusammengerollt in der Nähe ihres Bauches. Bei Martino hätte sie keinen Platz gefunden, seine ausgestreckten Beine hätten ihr das Liegen unbequem gemacht. Shila landet geschmeidig auf dem Boden und verschwindet durch die Hundeklappe, die auch den Katzen den Weg aus dem Elternschlafzimmer freigibt.

Der Wecker auf dem Nachttisch ist schlicht, frei von Spielereien oder überflüssigen Funktionen. Seine Anzeige zeigt unbeirrt die Uhrzeit: 6:00 Uhr. Darunter das Datum: 30. Juni 2036. Er tickt nicht hörbar, sendet keine Signale, er wartet.

Im offenen Wohn- und Küchenbereich liegen der schwarze Kater Morle und der Jack-Russell-Terrier Idefix eng aneinandergeschmiegt auf dem Sofa. Ihre Körper bilden eine ruhige, warme Einheit, als hätten sie sich im Schlaf aufeinander abgestimmt. Emma, die junge rötlich-gelbe Katze, schläft zusammengerollt auf dem Sessel, ihr Schwanz liegt locker um ihren Körper, ihr Atem hebt und senkt sich kaum merklich.

Zurück im Schlafzimmer beginnt Lisas Körper langsam, den Übergang vom Schlaf zum Wachsein einzuleiten. Es ist kein abruptes Erwachen, kein plötzliches Öffnen der Augen. Vielmehr sind es feine, kaum wahrnehmbare Signale: ein tieferer Atemzug, eine leichte Veränderung der Muskelspannung, ein kaum merkliches Bewegen ihrer Finger. Schritt für Schritt löst sich der Schlaf von ihr, ohne Eile, ohne Widerstand, während der Morgen draußen bereits existiert, auch wenn er hier drinnen noch keinen Einlass gefunden hat.

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Das Ergebnis von Gemini

Hier ist der Entwurf, geschrieben aus der Perspektive eines Romanautors, der Wert auf Atmosphäre, sensorische Details und ein langsames, immersives Erzähltempo legt.

Schattenmuster und Morgenstille

Noch herrscht im Elternschlafzimmer eine schwere, samtene Dunkelheit, obwohl es bereits sechs Uhr morgens ist. Das Zimmer, abgewandt von der aufsteigenden Sonne, verweilt länger in der Nacht als der Rest des Hauses. Nur spärlich dringt das graublaue Dämmerlicht durch die heruntergelassenen Lamellen der Jalousien. Die schmalen Schlitze zerschneiden das wenige Licht und werfen ein diffuses, gestreiftes Muster quer durch den Raum – über die tapezierten Wände, über den weichen Teppichboden und schließlich über das weite Feld des Doppelbettes. Staubkörner tanzen träge in diesen wenigen Lichtbahnen, ungestört von Luftzügen.

An diesem speziellen Morgen liegt eine fast unnatürliche Ruhe über dem Haus. Kein forderndes Miauen kratzt an der Tür, kein ungeduldiges Bellen hallt durch den Flur, und selbst aus den Kinderzimmern dringt kein Laut; der Atem des Hauses geht langsam und gleichmäßig. Dass auch von draußen, aus der erwachenden Welt, kein einziges Vogelzwitschern zu hören ist, hat jedoch nichts mit der Abwesenheit der Natur zu tun. Das Zwitschern wäre da, lebendig und laut, doch es prallt an der modernen Architektur ab. Es ist eine Folge jener strengen gesetzlichen Verordnung zur Lärmschutzsanierung, die den Einbau dieser speziellen Hochleistungsfenster vorschreibt. Solange die Griffe verriegelt sind, bleibt die Welt draußen stumm, hermetisch abgeriegelt, eine visuelle Realität ohne Tonspur.In der Mitte des Raumes, im Zentrum dieser Stille, ruhen Lisa und Martino im großen Doppelbett. Sie liegen nicht einfach nebeneinander, sie sind ineinander verschränkt, wie Treibholz, das am Ufer zur Ruhe gekommen ist. Martino liegt flach auf dem Rücken, eine stabile, warme Insel in der Weite der Matratze. Lisa hat sich im Schlaf halb auf ihn geschoben, Schutz suchend in seiner Nähe. Ihr Kopf ruht schwer auf seinem Brustkorb, wo sie den langsamen, beruhigenden Rhythmus seines Herzschlags hören kann, noch bevor sie das Bewusstsein erlangt. Ihr oberes Bein liegt angewinkelt quer über seinem Oberschenkel, den Stoff der Decke dazwischen eingeklemmt, während ihr Fuß, nackt und warm, einen Platz zwischen seinen Waden gefunden hat. Es ist eine Position absoluter Vertrautheit, eine unbewusste Umarmung, die die Nacht überdauert hat.

Noch hält der Schlaf beide fest im Griff, ihre Atemzüge gehen tief und synchron. Doch die Statik des Bildes wird sanft durchbrochen. Shila, die elegante Siamkatze, regt sich. Die ganze Nacht hatte sie zusammengerollt auf Lisas Bettdecke verbracht, eine weiche Kuhle nutzend, die Lisas Körperhaltung bot. Martinos ausgestreckte Beine und seine flache Rückenlage boten ihr keinen solch komfortablen Nistplatz. Nun aber streckt sie sich, gähnt lautlos und gleitet mit geschmeidiger Eleganz vom Bett. Ihre Pfoten landen fast geräuschlos auf dem Boden.

Zielstrebig, ohne einen Blick zurückzuwerfen, huscht sie durch die in die Zimmertür eingelassene Hundeklappe und verschwindet in den Flur, hinaus aus dem abgedunkelten Sanktuarium.

Auf dem Nachttisch steht der Wecker. Er ist ein schlichtes, funktionales Gerät ohne futuristische Spielereien, dessen leuchtende Ziffern stoisch die Zeit anzeigen: 06:00. Daneben, in kleinerer Schrift, das Datum, das diesen Tag in der Zeit verankert: 30. Juni 2036.

Während hier im Schlafzimmer die Zeit noch stillzustehen scheint, hat sich im offenen Wohn- und Küchenbereich bereits eine andere Ordnung etabliert. Dort liegt Morle, der schwarze Kater, Seite an Seite mit Idefix, dem Jack-Russell-Terrier, auf dem Sofa – ein friedliches Stillleben aus Fell und Wärme. Emma, die junge Katze mit dem rötlich-gelben Fell, hat sich den Sessel als ihren Thron auserkoren und schläft dort tief und fest.

Zurück im Dämmerlicht des Schlafzimmers beginnt sich etwas zu verändern. Es ist keine Bewegung von außen, sondern ein innerer Prozess. Lisas Körper beginnt ganz langsam, die Systeme hochzufahren. Ihr Puls beschleunigt sich minimal, die Tiefe ihres Atems flacht kaum merklich ab. Die Schwere des Schlafes beginnt sich zu lichten, Schicht für Schicht, und bereitet sie behutsam darauf vor, die Grenze zum Wachsein zu überschreiten.

Möchtest du, dass ich im nächsten Schritt beschreibe, wie sie die Augen öffnet und was ihre ersten Gedanken sind, oder soll der Fokus zunächst auf Martino wechseln, der vielleicht durch ihre Bewegung wach wird?

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Das Ergebnis von Grok

### Der sanfte Übergang zum Erwachen

Noch ist das Elternschlafzimmer um sechs Uhr morgens eher sehr dunkel, das liegt nicht nur daran, dass die Lamellen des heruntergelassenen Jalousien-Rollos das Licht eh spärlich durchlassen und zarte, schattenhafte Muster auf das Bett und die Wände werfen, sondern auch daran, dass das Zimmer von der Sonne abgewendet liegt, als wollte es den Schlaf der Bewohner noch ein wenig länger schützen. Die Luft im Raum ist mild und leicht feucht, getränkt vom Duft frischer Bettwäsche – eine Mischung aus Lavendelwaschmittel und dem natürlichen Moschus der schlafenden Körper. Die Wände, in einem sanften Grauton gestrichen, absorbieren das wenige Licht, das hereinsickert, und verleihen dem Zimmer eine Atmosphäre der Intimität und Abgeschiedenheit, fernab vom Trubel des Alltags.

An diesem einen Tag ist es ungewöhnlich ruhig, kein Miauen, kein Bellen, selbst die Kinder scheinen noch tief in ihren Träumen versunken zu sein. Das Fehlen des Zwitscherns der Vögel draußen ist nicht daran gelegen, dass ihr Gesang etwa unangenehm wäre – im Gegenteil, er könnte eine willkommene Melodie des Morgens sein –, sondern an einer gesetzlichen Verordnung, die in diesem modernen Wohnviertel dafür sorgt, dass alle Fenster mit speziellen Eigenschaften ausgestattet sind. Eine davon ist die perfekte Schallisolierung, solange die Fenster geschlossen bleiben, was den Raum in eine Oase der Stille hüllt, als wäre die Außenwelt vorübergehend ausgeschaltet. Nur das leise Summen der Klimaanlage, die auf eine konstante Temperatur von 22 Grad eingestellt ist, durchbricht die Stille minimal, ein monotones Geräusch, das eher beruhigt als stört.

Im großen Doppelbett, dessen Matratze aus memory-foam besteht und sich perfekt an die Konturen der Körper anpasst, liegen Lisa und Martino eng umschlungen. Lisa liegt halb auf ihm, ihr Kopf ruht schwer und vertrauensvoll auf seinem Brustkorb, wo sie den gleichmäßigen Rhythmus seines Atems spürt, ein langsames Heben und Senken, das sie in der Nacht instinktiv näher an ihn gezogen hat. Ihr oberes Bein liegt auf seinem ihr zugewandten Bein, die Wärme ihrer Haut mischt sich mit seiner, und ihr Fuß befindet sich zwischen seinen Beinen, verschränkt in einer intimen Pose, die von langjähriger Vertrautheit zeugt. Lisas langes, dunkles Haar breitet sich wie ein Fächer über seine Schulter aus, und ihr Atem streift warm über seine Haut. Martino, mit seinem kurzen, graumelierten Haar und dem entspannten Gesichtsausdruck, atmet tief und gleichmäßig, seine Hände locker auf ihrem Rücken ruhend, als wollte er sie selbst im Schlaf festhalten.

Noch schlafen beide friedlich, ein Bild der Harmonie in diesem privaten Refugium. Doch plötzlich springt Shila, die elegante Siamkatze mit ihrem cremefarbenen Fell und den dunklen Markierungen, geschmeidig vom Bett herunter. Sie nutzt die Hundeklappe, die speziell in der Tür installiert ist, um das Elternschlafzimmer zu verlassen – eine praktische Erfindung, die den Tieren Freiheit gewährt, ohne die Menschen zu wecken. Shila hat die Nacht auf der Bettdecke von Lisa verbracht, wo die weiche Wölbung ihres Körpers eine bequeme Mulde bot. Martino liegt auf dem Rücken, seine Beine ausgestreckt und gerade, was für eine Katze unangenehm beim Draufliegen wäre, da es keine natürlichen Kuhlen schafft. Shilas Pfoten tappen leise über den Teppichboden, bevor sie durch die Klappe schlüpft, ihr Schwanz elegant hinterhergleitend.

Der Wecker auf dem Nachttisch ist schlicht und funktional, ohne überflüssige Features – ein digitales Display in kühlem Blau, das genau 6:00 Uhr und das Datum 30. Juni 2036 anzeigt. Kein lautes Piepen, kein Radio, nur eine stille Erinnerung an den Beginn des Tages. Im offenen Wohn-Küchenbereich, der durch eine Glastür vom Schlafzimmer getrennt ist, liegt der schwarze Kater Morle gemütlich mit dem Jack-Russell-Terrier Idefix auf dem großen, bequemen Sofa. Morles Fell glänzt matt im schwachen Licht, das durch die Vorhänge sickert, und Idefix‘ weiß-braunes Fell kontrastiert lebhaft damit; die beiden kuscheln eng aneinander, als wären sie alte Freunde in einer stillen Allianz. Auf dem Sessel daneben schläft Emma, die junge rötlich-gelbe Katze, zusammengerollt wie eine Kugel, ihre Pfoten unter dem Kinn versteckt, ihr Atem so leise, dass er kaum wahrnehmbar ist.

Lisais Körper fängt langsam an, sie Schritt für Schritt wach werden zu lassen. Zuerst ist es ein leises Ziehen in ihren Muskeln, ein subtiler Übergang vom Tiefschlaf zur Oberfläche des Bewusstseins. Ihre Augenlider flattern leicht, noch geschlossen, aber bereits empfindlich für das minimale Licht. Ihr Herzschlag beschleunigt sich minimal, und sie spürt die Wärme von Martinos Körper intensiver, als ob ihre Sinne allmählich schärfer werden. Ein Hauch von Müdigkeit hängt noch in ihren Gliedern, doch der Tag ruft sie sanft, und sie atmet tiefer ein, riecht den vertrauten Duft ihres Zuhauses – eine Mischung aus Kaffeebohnen aus der Küche, dem leichten Tiergeruch und der Frische der Morgenluft, die irgendwo in der Ferne wartet.

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